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Sozialdemokratische Impulse aus Chorweiler in die Gesamtstadt

KölnSPD verabschiedete Kommunalwahlprogramm

Von Hubert Brand

Der SPD-Unterbezirk Köln lud dreihundert Delegierte in den Großen Saal des Bürgerzentrums nach Chorweiler zum ordentlichen Parteitag.

Nach der Begrüßung wurde zunächst der verstorbenen Mitglieder gedacht. Für den kürzlich verstorbenen Sozialpolitiker Michael Paetzold lag ein Kondolenzbuch neben einem Foto aus.

Nachdem die Parteitagsleitung übernommen hatte, folgte ein Grußwort des Co-Vorsitzenden der AWO Köln, Erik Flügge, der es nicht versäumte, für eine AWO-Mitgliedschaft zu werben und daran erinnerte, dass es konkretes Handeln brauche, um die Menschen für sich zu gewinnen. 

Sein begeisternder Auftritt war die beste Vorbereitung, um den Kandidaten für den Oberbürgermeister-Wahl vorzustellen.

 

Ein Trio, bestehend aus den amtierenden Co-Vorsitzenden Claudia Walther und Florian Schuster-Johnson sowie Andre Schirmer, bat Torsten Burmester auf die Bühne.

Burmester zeigte sich in seiner Rede zuversichtlich: „Ich verspreche euch, dass ich mit Leib und Seele kämpfen werde, mit Leib und Seele diese Wahl mit euch zusammen gewinnen will und dass wir wieder die stärkste politische Kraft in Köln werden.“

Später sagte er noch: „Wir können und werden als SPD nach zehn Jahren wieder den Oberbürgermeister in Köln stellen. Und gemeinsam werden wir Köln sozialer, sicherer und stärker machen.“ Über die Nominierung des OB wurde per Akklamation abgestimmt. Nach dem anschließenden Tätigkeitsbericht wurde der Vorstand entlastet.

Der Parteitag wandte sich nun den Anträgen und damit auch dem Kommunalwahlprogramm zu. Der Stadtbezirksvorsitzende von Chorweiler, Mattis Dieterich, verwies in seiner Rede darauf, dass der Parteitag in Chorweiler stattfinde. Das habe viel mit dem Programm zu tun. Die SPD sei die Partei, die das Thema Wohnen auf die Agenda gesetzt habe.

Dieterich erklärte: „Der erfahrene Parteitagsdelegierte wird in den letzten Jahren gemerkt haben, dass sich hier in Chorweiler gerade in der Platzgestaltung einiges getan hat. Das ist aber nicht nur die Platzumgestaltung, für die Sozialdemokrat*innen gekämpft haben, sondern vor allem 1200 Wohnungen, die früher in der Zwangsverwaltung waren und in denen Menschen unter Schwarzschimmelbefall mit Ratten unter schrecklichsten Bedingungen gewohnt haben. Da haben sich Sozialdemokrat*innen in den letzten Jahren immer dafür gekämpft, dass die Wohnungen von der GAG übernommen werden und dass wir dafür sorgen, dass die Menschen unter menschenwürdigen Bedingungen leben.“ Er erhielt hierfür einen Zwischenapplaus, bevor er an die Anwesenden appellierte: „Das Thema, das uns total viel bedeutet, aber in den letzten Jahren, so empfinde ich, immer unter dem Radar läuft. Aber wir haben hier in Chorweiler und in anderen Stadtteilen schon viel erreicht, da müssen wir in den nächsten Jahren noch weiter anknüpfen.“

In den letzten Monaten habe sich eine Arbeitsgruppe aus den rechtsrheinischen Stadtteilen und dem Kölner Norden gebildet, die Punkte erarbeitet habe, die in das Kommunalwahlprogramm eingeflossen seien. Mit dem Programm könne gezeigt werden, dass die SPD die Partei sei, die die ganze Stadt im Blick habe, betonte Dieterich. Er fuhr fort: „Die Partei, die da kämpft, wo andere schon aufgegeben haben.“ „Und wir sind die Partei, die dafür sorgt, dass alle eine Stimme bekommen und dafür möchte ich nochmals werben. … Der Parteitag geht zwar lang, aber schaut euch einmal in Chorweiler um, …, was sich in den letzten Jahren getan hat, denn genau das ist sozialdemokratische Kommunalpolitik“, schloss Dieterich ab. Am Ende der Rede folgte nochmals starker Applaus.

In der weiteren Beratung des Wahlprogramms gab es keine strittigen Punkte, so dass auch Ingrid Hack von der Parteitagsleitung überrascht war, wie zügig das Wahlprogramm abgehandelt wurde. „Ich hatte mit einer längeren Debatte gerechnet“, so Hack.

Im weiteren Verlauf wurde noch der Vorstand neu gewählt, wobei es eine Änderung gab. Da Florian Schuster-Johnson nicht mehr antrat, wurde er durch Andre Schirmer ersetzt.

Ebenso auf der Tagesordnung standen die Wahlen diverser Delegierter sowie die Nominierung der Ratsdirektkandidaten.


Impressionen

07. Dezember 2025
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