Von Hubert Brand
Bei der CDU-Aufstellungsversammlung für den Wahlkreis 16 setzte sich Anna Cäcilia Nesseler in der Stichwahl mit 57 % durch.
Vier Kandidat*innen stellten sich im Bürgerzentrum Chorweiler zur Wahl als Direktkandidat*in für die Landtagswahl am 25. April 2027.
Arifa Hesso war in der alphabetischen Reihenfolge die Erste, die ihre Bewerbungsrede halten durfte. Sie trat vor das Pult und hielt ihre Rede frei . Bei der vergangenen Integrationswahl hatte sie bereits Erfahrungen im Wahlkampf gesammelt.
Bezirksbürgermeister Daniel Kastenholz will eine starke Stimme des Kölner Nordens im Landtag sein. Christian Möbius setzt auf seine Erfahrung als ehemaliger Landtagsabgeordneter.
Den Abschluss bildete die Bezirksvertreterin Anna Cäcilia Nesseler. Sie stellte eine Frage in den Raum: „Wann haben sie es bereut, etwas nicht getan zu haben?“ Die Digitalbeauftragte der CDU Köln sieht in der Digitalisierung eine Chance, aber gibt zu bedenken, dass es auch Risiken gibt. Sie sei am Wahlkampfstand aufgewachsen.
In der Aussprache gab es nur eine Wortmeldung von Mark Krenzel, einem ehemaliger Bezirksschüler*innenvertreter. Er wollte von den Kandidat*innen wissen, wie sie im Wahlkampf gegen eine engagierte und präsente SPD-Kandidatin auftreten wollen. Hesso will mit Ehrlichkeit trumpfen, so zum Beispiel nichts versprechen, was nicht umsetzbar ist. Dabei soll eine Sprache verwendet werden, die jeder versteht. Beide Herren sehen in der Bürgernähe und die Nähe zu den Menschen das Mittel ihrer Wahl. Nesseler sieht nur eine Chance, wenn die CDU gemeinsam auftritt. Auch sollen eigene Themen gesetzt werden und ohne sich ablenken zu lassen abgearbeitet werden.
Am Abend waren 105 Wahlberechtigte anwesend. Bei der CDU brauchen sich Mitglieder, die gehen, nicht anzumelden. In ersten Wahlgang konnte keine Kandidat*in eine Mehrheit erzielen. Von der 102 abgegebenen Stimmen entfielen auf Nesseler 46 und auf Kastenholz 35, damit gingen die beiden mit den meisten Stimmen in die Stichwahl. Möbius erhielt noch 20 Stimmen und Hesso ging komplett leer aus. Außerdem gab es eine ungültige Stimme. Niemand stimmte mit Nein.
Bei der Stichwahl gab es 97 abgegebene Stimmen, darunter eine Enthaltung. Von den 96 gültigen Stimmen konnte Nesseler 55 für sich gewinnen, für Kastenholz gab es 40 Stimmen und eine/r stimmte mit Nein.
Nesseler nahm die Wahl an und richtete an alle, auch an die Unterlegenen, den Wunsch nach Unterstützung und Geschlossenheit im Wahlkampf: „Wir können nur gemeinsam gewinnen.“