Von Hubert Brand
Am Karnevalssamstag startete der Karnevalsumzug der KG Köln-Nord pünktlich um 12:30 Uhr. Insgesamt 26 Gruppen wollten mit rund neunhundert Teilnehmern den Zug mit der zweitlängsten Streckenlänge bewältigen.
In diesem Jahr neu dabei der Verein Kindernöte und der Kleingartenverein Volkhovener Weg (KGV). Kindernöte feiert in diesem Jahr sein dreißigjähriges Bestehen und nun konnte mit Unterstützung des Veranstalters der Wunsch nach einer Teilnahme erfüllt werden. Die Teilnehmer*innen gingen als Minions.
Der KGV machte sich als „Heimersdorfer Jade Jecke“ auf den Weg durch Weiler, Volkhoven und Heimersdorf.
Die meisten Teilnahmen verzeichneten die „Löstige Schötze vun 1969“. Sie waren zum 52. Mal am närrischen Lindwurm beteiligt. Jubiläen feierten der Familienclan Knaup mit der fünfzigsten Teilnahme und „De Narreköpp vun 1984“ mit der vierzigsten Teilnahme.
Neben Kamelle kamen auch Schneeflöckchen vom Himmel, aber davon ließen sich die Jecken am Wegesrand nicht abhalten und feierten ausgelassen. Die perfekte Kleidung für die eisigen Temperaturen hatte der Vorsitzende der Mongolenhorde, Michael Donovan. Er hat schon die Kälte in der Mongolei erlebt.
Ganz reibungslos verlief der Zug nicht. Zunächst hatte sich ein Kleinwagen aus Borken Zufahrt in die Strecke erlaubt. Während der Polizeibeamte mit dem Fahrer sprach, entzog er sich mehrfach der Maßnahme. „Das muss die Polizei regeln“, sagte Präsident Hans-Heinrich Lierenfeld. Außerdem wurden vier große Fahrzeuge zunächst zurückgehalten, da die Zuglänge nicht komplett in den Streckenabschnitt Ludwig-Heinrich-Straße und Blockstraße passte. Als dann der Festwagen der Gruppe „Jeder Jeck v‘un dr Eck“ von der Deliastraße links in den Weilerweg fahren sollte, funktionierte das nicht und so wurde der Wagen der KG vorgezogen, blieb aber auf der Kreuzung Fühlinger Weg stehen, um die anderen Festwagen vorbeiziehen zu lassen.
Der Zug schloss wie immer mit den fleißigen Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsbetriebe ab.
Der Umzug wird mit Mitteln zur Förderung des Brauchtums in den Veedeln von der Bezirksvertretung Chorweiler unterstützt.
Auch in diesem Jahr hat der Service der KVB kein Ruhmesblatt verdient. Statt die Linie 125 bis zur Haltestelle „Deliastraße“ zu führen und am Kreisverkehr an der Deliastraße zu wenden, mussten die Fahrgäste von der Haltestelle „Weichselring“ zu Fuß gehen. Zudem ließ ein Bus der Linie 126 Fahrgäste an der Haltestelle „Weilerweg“ stehen.