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Ministerin besuchte den Kölner Norden

Tourstart „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ in Esch

Von Hubert Brand

Hat Ministerin Silke Gorißen ihr Herz für den Kölner Norden entdeckt? Am 13. April 2026 zeichnete sie in Düsseldorf zwei Handwerksbetriebe aus Feldkassel aus und nun zwei Tage später startete sie beim Garten- und Landschaftsbaubetrieb Bauer Courth in Esch die Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“. Dass die Tour im Kölner Norden startete, so die Sprecherin des Ministeriums, Leonie Molls, sei zufällig.

Im Fokus der Tour stünden Praxisbeispiele, wie neue Technologien eingesetzt würden, erklärt Molls. Bauer Courth sei ein Landwirt, der offen für Neues sei, so die Sprecherin weiter und führte aus, dass er eine durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Hacke eines Meerbuscher Unternehmens in Esch einsetze und die KI trainiere.

Per Kamera erkennt das System durch seinen Algorithmus „Unkraut“ und entfernt es, ohne die Kulturpflanze zu beschädigen. Damit das funktioniert, muss die KI trainiert werden, das bedeutet für Bauer Courth, auf bis zu eintausend Aufnahmen am PC die Kulturpflanze zu markieren.

Die „Unkräuter“ können den Ertrag negativ beeinflussen. Während die bisher eingesetzten Hacken nur zwischen den Kulturreihen hacken konnten, macht es der Algorithmus möglich, auch zwischen den Pflanzen zu hacken und so die Handarbeit zu reduzieren, die durch Saisonkräfte geleistet wird.

Die Maschine helfe, den Mangel an Saisonarbeitern auszugleichen und den hohen Personalkosten zu begegnen, so Courth. Er rechnet damit, dass sich die Investitionen bereits nach drei Jahren amortisiert haben. Bauer Courth produziert Regiosaaten für ein spezielles Wildpflanzengebiet.

Dieser technische Fortschritt kann dabei helfen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren – was ein Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist. So steht es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Dort heißt es weiter: „Die Tour ‚Starke Zukunft in NRW‘ macht in den kommenden Monaten weitere Stationen in ganz Nordrhein-Westfalen und gibt Einblicke in konkrete Anwendungen von Künstlicher Intelligenz – von sensorgestützter Nutztierhaltung über Drohneneinsatz im Wald bis hin zu smarten Datenlösungen im Ackerbau. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Agrarstandorts Nordrhein-Westfalen sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Forschung, Praxis und Öffentlichkeit zu stärken.“

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