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Programm mit Höhen und Tiefen

Neue Sitzungsleitung und Besuch des Kölner Dreigestirns

Von Hubert Brand

Das Festkomitee Pescher Karneval lud zur 41. F. I. B.-Session ins Pädagogische Zentrum des Gymnasiums Pesch ein. Das Motto lautet dieses Jahr: „Mir Pescher fiere wie jeck – met dem Hätz am rächte Fleck“.

Da der bisherige Sitzungspräsident Hans Kürten sich zurückgezogen hatte, präsentierten der Präsident Alberto Correa Langer und der Schatzmeister Heinz Hermann Eschen mit Gertrud Meinert eine neue Sitzungsleitung.

Das Programm am Freitag startete mit dem Zwiegespräch „Willi & Ernst“, bestehend aus Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum. Die beiden „Kowwelenzer Schängelche“ (in Koblenz Geborene) präsentierten ein Feuerwerk an Gags, total verrückten Geschichten und Sprüchen. Mit der Fähigkeit, ihre Nichtsnutzigkeit mit Selbstironie zu verbinden, trieben sie ihren Unfug auf die Spitze und erzeugten Lachsalven beim Publikum.
Kirschbaum hatte als Ensemblemitglied von Inka Neubert für das Stück „Die ewige Maria” von Roland Schimmelpfennig 1999 den Kölner Theaterpreis erhalten. Beide erhielten 2011 den Kulturpreis der Stadt Koblenz.

Die Gruppe „Veedelszog“ der KG Ahl Häre aus Pulheim präsentiert seit 1956 Parodien auf den Karneval. Die Gruppe tritt in originellen Kostümen auf und bietet eine Mischung aus Männerballett und Playback-Show. Jeder der sechs Blöcke wurde durch den Auftritt der Nummerngirls gestartet. Bei den ersten drei dieser Auftritte trugen die Herren Schürzen mit der Abbildung von leicht bekleideten Frauen. Dann legten sie die Schürzen ab und waren ausschließlich im Ballett-Tutu zu sehen. Auch hatten sie unter anderem eine Willi Millowitsch-Kopie aufgeboten. Der Baas der Gruppe ist Daniele Coppola. Allerdings flachte die Stimmung bei ihrem Auftritt etwas ab.

Das änderte sich wieder, als „Eure Oma Helga“ die Bühne betrat. Der Darsteller Daniel Thelen ist ein Teil des ehemaligen Duos „Woosch un Wööschje“, deren Mitglieder seit letztem Jahr getrennte Wege gehen.

Die Gruppe „Die Weisweiler“ bot Musik im Big Band-Stil unter der musikalischen Leitung von Florian Schwartz.

Nach der Pause trat die Gruppe „Palaver“ auf. Ihre eigene Technik schaffte es nicht, die hinteren Reihen angemessen zu beschallen, was der Stimmung jedoch kaum Abbruch tat.

Die nachfolgende Gruppe „SixPack“ aus Gummersbach hatte nur fünf Mann an Bord, aber nicht deswegen holte Sänger Bernd Vorländer zu den Rockstücken fünf „Freiwillige“ auf Bühne, um Luftgitarre zu spielen. Auch die Sitzungspräsidentin beteiligte sich.

„Ne Jung us em Veedel“ (Marco Ages) brachte Geschichten aus seinem Veedel, der Schlamasseljass. Er ist der andere Teil des ehemaligen Duos „Woosch un Wööschje“.
 

Die anschließende Lücke schloss die Sitzungspräsidentin Gertrud Meinert selbst, die eine hervorragende Interpretin auch des kölschen Liedguts ist. Das Publikum war aus dem Häuschen. Es folgte ein fast nahtloser Übergang zu „Et fussisch Julche“. Marita Köllner kam gerade aus der Kölnarena.

Abschluss und zugleich der Höhepunkt der Sitzung war der Auftritt des Kölner Dreigestirns mit Prinz Sascha I. (Sascha Klupsch), Bauer Werner (Werner Klupsch) und Jungfrau Frieda (Friedrich Klupsch). Das Dreigestirn 2024 wird auch das „Kölsche Familien-Dreigestirn“ genannt, denn das Trifolium besteht aus den Brüdern Friedrich und Werner, welche schon lange im Karneval aktiv sind.  Sohn Sascha hat die Gene von Vater Friedrich geerbt. Sie sind Mitglied bei der KG Treuer Husar Blau-Gelb. Kurz vor Mitternacht war die Sitzung Geschichte.

Für die Beschallung des Raumes war Johannes Scholzen verantwortlich, außer wenn die Gruppen selbst ihre Beschallung mitbrachten. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte die Kapelle Markus Quodt. Damit die Veranstaltung gelingen konnte, waren zahlreiche Helfer*innen im Einsatz, so waren es 33 Personen für den Aufbau, vierzig für die Gastronomie und fünfzehn für die Garderobe.

22. April 2024
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