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Und immer wieder Jakob Hüsch

Beim Sitzungsball drehte sich alles um die Zauberei

Von Hubert Brand

Mit dem Mottolied der Session 1993/1994 des Kölner Karnevals „Hokus, Pokus, Kölsche Zauberei“ von Marie-Luise Nikuta führte die Trummegruppe (Elke Crombach, Annelie Jansen, Andreas Rust, Nicole Kohr, Ludwig Oepen, Renate Loesch, Marion Michelsen, Lena Bönisch, Sabine Mattke, Susanne Renner, Helga Quehl) in den Sitzungsball „Hokuspokus Grielibus“ der KG Närrische Grielächer ein. Magisches verzauberte die rund vierhundert „Zuschauer*innen“ an diesem Abend im Vereinsheim Worringen. Das Publikum wurde auch mehrfach zum Mitmachen aufgefordert.

Da nicht genug Personen für einen Elferrat zur Verfügung standen, machten die Literaten David Jansen und Jakob Hüsch aus der Not eine Tugend und schickten ein Dreamteam (Lena Kohr, Bernd Wirtz, Bernd Jansen) für die Moderation auf die Bühne. Jeder von ihnen war mit einem Zauberstab ausgestattet. Bei Bernd Wirtz war es eine Lauchstange.
 

Lena Kohr ging mit einem Plüschfrosch vor die Türe und brachte auf dem Rückweg Prinz Markus II. samt Gefolge mit zur Bühne. Ob sie den Frosch wie in der Urform des Märchens „Froschkönig“ an die Wand geworfen oder sie ihn geküsst hatte, blieb der Fantasie der Betrachtenden frei gestellt. Der Hofnarr (Bianca Guth) hatte eine Clownsnase in den Farben der Grielächer auf. Als ausgewiesener „Fachmann“, wenn es um Magisches geht, wurde der Sohn des Prinzen, Christian Drescher, vorgestellt. Er sei Harry Potter-Fan hoch zehn, was seinem Zimmer anzusehen sei; der Prinz nickte dabei zustimmend.

Nachdem der Prinz mit seinem Gefolge in die Loge verschwand, war die Bühne nun frei für das Kindertanzkorps, angeführt von Fahnenträger und Kommandant Marco Bauer. Die Kinder werden trainiert von Iris Krieger und betreut von Sylvia Garlip.

Anschließend sorgten die Kölsche Originale (Susanne Kübler, Helga Fischer, Michaela Klein und Heide Klein) mit einem Schunkelpotpourri für Stimmung im Saal.

Doch der heimliche „Star“ der Veranstaltung war Jakob Hüsch, auch wenn bei der Gesellschaft ein Höhepunkt dem nächsten folgt. Bei seinem ersten Auftritt sang er den Hit von Klaus Lage „1000 und eine Nacht“.

Angeführt von Lennox Weber an der Fahne betrat das Jugendtanzkorps die Bühne. Ihre Kommandantin ist Bea Wolters. Sie werden von Carolin Kohr, Jenny Schüler, Sandra Jansen und Helen Garlip trainiert.

Zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum brachte Susanne Kübler das Lied „Jeck opjelade“ in Anlehnung an das Sessionsmotto des Festkomitees Worringer Karneval mit.

Der folgende zweite Hüsch-Auftritt bestand aus zwei Teilen. Aus seiner Brusttasche ließ er von verschiedenen Personen Schnipsel ziehen und im Anschluss las er den Witz vor. Nach der „Humorlotterie“ sang er noch ein Lied rund um die Zauberei unter der Verwendung der Melodie von Billy Joel „We didn't start the fire“. Vor seinem Abmarsch durfte er einen von drei Umschlägen ziehen, in dem stand, wie er abzuziehen habe. Er zog zunächst zwei Nieten und wurde dann mit Klatschmarsch für diesen Teil von der Bühne verabschiedet.

Musikalisch ging es weiter. Am Klavier nahm nun der musikalische Leiter des Sitzungsballes, Michael Ligocki, Platz. Er begleitete Desiree Pethke, die das Lied „Hück steiht de Welt still“ von Cat Ballou, das von den Bandmitgliedern Dominik Schönenborn, Kevin Wittwer, Michael Kraus und Oliver Niesen geschrieben wurde, sang.

Die Zeit für das Traditionstanzkorps (TTK) war gekommen. Dieses bot ein wahres „Tanzturnier“ auf das gleichnamige Lied der Kölner Band „Auerbach“ (Musik und Text: Flo Krahe, Daniel Vorholt, Sebastian Wurth und Lukas Berg).

Das TTK wird angeführt von Jakob Hüsch, der auch der Kommandant der Gruppe ist.

Das Tanzmariechen ist Zoe Hoffman und ihr Tanzoffizier ist Christoph Jansen. Sie werden trainiert von Anne Nosbüsch und Cäcilia Faxel.

Anna Michelsen blieb bei der Vorstellung der Gruppenmitglieder zunächst unerwähnt, denn sie wurde gesondert vorgestellt und ihr wurde zum Geburtstag gratuliert.

Das Dreamteam nutzte nun die Gelegenheit mit dem Tanzkorps im Hintergrund, um die Ehrengäste vorzustellen. Apropos Hintergrund: Das Bühnenbild wurde von der Dramatischen Vereinigung zur Verfügung gestellt. Das neue Kinderstück „Doktor Dolittle“ hat im März Premiere.

Anschließend begann die Suche nach dem nächsten Interpreten. Im Stile eines großen Entertainers hatte Michael Ligocki sich irgendwo im Saal versteckt und sang „Bütze deluxe“ von den „Bläck Fööss“.

Es ging mit tanzenden Männern und weiteren Showgrößen weiter. Einige von denen, die schon verstorben sind, wie zum Beispiel Freddie Mercury, Elvis Presley oder Prince erweckten „De Blattfeddere“ (Carsten Katzenberger, Ludwig Oepen, Michael Hoffmann, Leon Könen, Thomas Jennen, Guido Garlip, Norbert Könen, Axel Tietze und Florian Schmitz) zu neuem Leben. Primaballerina Florian Schmitz stellte zum Schluss Michael Jackson dar. Seit 35 Jahren begeistern sie das Publikum. Sie werden von Monique Klein und Jill Radermacher trainiert. Unmittelbar vor der Vorstellung der Mitglieder verschwand einer der neun Tänzer von der Bühne. Norbert Könen ist seit 33 Jahren bei der Gruppe. Er hatte sich deshalb etwas Besonderes ausgedacht und legte als Zugabe einen Solotanz auf der Bühne hin.

Wie in einer Art „Täglich grüßt das Murmeltier“ muss sich das Publikum gefühlt haben, denn nun traten beide Entertainer auf: Jakob Hüsch und Michael Ligocki. Sie sangen „Sie hat es wieder getan“ aus der Feder von Christian Geller und Christoph Aßmann. Da hielt es auch den Prinzen und sein Gefolge nicht in der Loge und sie standen auf, um zu tanzen. Bernd Jansen fragte, wo Bernd Wirtz denn seinen Magier-Umhang hätte, doch dieser trat nun in der Rolle als „Pitterling“ auf. Die Lauchstange war nun am Kopf platziert. In seiner Rede ging es um einen Besuch in einem Wellness-Hotel.

Bevor es für alle im Saal zum Tanzen ging, präsentierte das Traditionstanzcorps seinen Zusatztanz zum Thema „Harry Potter“. Mit einem Tanz eröffnete der Prinz mit seiner Gattin den Ball.


Impressionen

22. April 2024
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